Estland 0-1 Wales: Treffer von Kieffer Moore bringt Rob Page den entscheidenden Sieg in der WM-Qualifikation

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Wales kam in Tallinn gegen Estland zu einem wenig überzeugenden Sieg und hat es damit weiterhin selbst in der Hand, den zweiten Platz in der WM-Qualifikationsgruppe zu erreichen.

Kieffer Moore sorgte mit einem Schuss aus einem Meter Entfernung für die Halbzeitführung seiner offensiv ausgerichteten, aber defensiv wackligen Mannschaft.

In der zweiten Halbzeit wurde die Mannschaft immer unkonzentrierter und hatte Glück, dass die Führung erhalten blieb, da Estlands Erik Sorga und Mattias Kait gute Chancen vergaben.

Die Gastgeber, die in der Weltrangliste auf Platz 111 rangieren, drängten auf ein Tor, das ihnen das zweite Unentschieden innerhalb eines Monats gegen Wales eingebracht hätte, doch die Mannschaft von Robert Page hielt den entscheidenden Sieg fest.

Durch den 2:0-Sieg in Weißrussland bleibt die Tschechische Republik Zweiter in der Gruppe E, aufgrund der besseren Tordifferenz vor Wales, aber mit einem Spiel mehr absolviert.

Da sich Belgien als Gruppensieger mit ziemlicher Sicherheit den einzigen automatischen Qualifikationsplatz sichern wird, sieht Wales in den Play-offs den realistischsten Weg zur ersten WM-Endrunde seit 1958.

Dank ihres Erfolgs in der Nations League ist ihnen ein Playoff-Platz praktisch schon sicher, aber der zweite Platz in dieser Qualifikationsgruppe könnte ihnen eine günstigere Auslosung für die K.o.-Phase sichern.

Wales greift an, aber wackelt in der Abwehr
Sollten Wales und die Tschechische Republik am Ende punktgleich sein, entscheidet die Tordifferenz über den zweiten Platz.

Vor diesem Hintergrund erklärte Wales‘ Trainer Page, dass seine Mannschaft in Estland voll auf Angriff setzen werde, um eine Wiederholung des frustrierenden torlosen Unentschiedens im Rückspiel in Cardiff im vergangenen Monat zu vermeiden.

Page untermauerte seinen Anspruch, indem er in Tallinn eine offensive Aufstellung wählte, Spielmacher Harry Wilson zurückholte und den Flügelspieler Sorba Thomas von Huddersfield, der noch vor neun Monaten in der Liga spielte, in die Startelf stellte.

Estland schien ähnliche Absichten zu haben, als Taijo Teniste nach nur 40 Sekunden den ersten Torschuss des Spiels abgab – eine von einer Handvoll Chancen, die die Gastgeber in der ersten Halbzeit durch eine gelegentlich unberechenbare walisische Leistung hatten.

Trotz der Nervosität in der Defensive waren die Gäste die spielbestimmende Mannschaft. Wilson schoss einen Freistoß knapp über das Tor und Connor Roberts konnte einen schönen Schlenzer von Karl Hein parieren.

Nach der anschließenden Ecke in der 12. Minute führten die Kopfbälle von Joe Rodon und Aaron Ramsey zu einem Gerangel, bei dem der Ball zu Moore fiel, der ihn aus einem Meter Entfernung über die Linie drückte.

Moore scheiterte mit einem Schuss aus dem Rückraum an Hein, während Wales weiter nach vorne stürmte, aber wie schon am Freitag in der Tschechischen Republik brachte sich die Mannschaft von Page selbst in Schwierigkeiten.

Wilson spielte den Ball im eigenen Strafraum direkt zu Sergei Zenjov, der Danny Ward mit seinem Abschluss bezwang, doch der eingewechselte Rodon war zur Stelle und klärte vor der Linie.

Blutige Waleser halten durch
Je schlampiger die Leistung von Wales wurde, desto weniger ging es in diesem Spiel um die Verbesserung der Tordifferenz, sondern vielmehr darum, den Sieg zu sichern.

Estland machte auch in der zweiten Halbzeit Druck, als Sorga nach einem Freistoß von Markus Poom nur knapp über das Tor köpfte und Kait aus aussichtsreicher Position Ward nur anschießen konnte.

Wales war zwar in der Defensive immer noch löchrig, schwächelte aber auch in der Offensive.

Es hätte einen Elfmeter geben können, als Marten Kuusk Moore im estnischen Strafraum mit dem Arm eine blutige Nase verpasste, doch Schiedsrichter Sandro Scharer verwarnte Kuusk zwar, entschied aber nicht auf Elfmeter für Wales, nachdem er Moore das erste Foul vorgeworfen hatte.

Estland wurde immer selbstbewusster und der eingewechselte Vlasiy Sinyavskiy hätte in der 77. Minute mit einem Bogenschuss, der von Ward abgewehrt wurde, beinahe den Ausgleich erzielt.

Bei einem der seltenen walisischen Gegenangriffe konnte der eingewechselte Mark Harris einen Schuss von Hein abwehren, doch die Schlussphase verbrachten die Mannen von Page mit dem Rücken zur Wand.

Die späten Angriffe Estlands konnten abgewehrt werden, und trotz der Enttäuschung über eine weitere mittelmäßige Leistung gegen Estland war dies ein wertvoller Sieg, der Wales für die beiden letzten Gruppenspiele in Cardiff im nächsten Monat rüstet.

 

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