Lange Covid-Förderung zur Erforschung neuer Behandlungsmethoden

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Von der Finanzierung von 15 neuen Studien über die Krankheit, ihre Ursachen und mögliche Behandlungen könnten Tausende von Menschen mit „Long Covid“ profitieren.

Wissenschaftler aus ganz Großbritannien werden alles von Hirnnebel bis hin zu anhaltender Atemlosigkeit untersuchen und dabei eine neue Technik einsetzen, um versteckte Lungenschäden zu erkennen.

Sie werden mit 20 Millionen Pfund vom National Institute for Health Research (NIHR) unterstützt.

Der lange Covid ist noch immer nicht vollständig verstanden.

Zwar erholen sich viele Menschen nach einer Covid-19-Behandlung wieder vollständig, doch einige leiden noch viele Wochen oder Monate danach unter Symptomen, auch wenn sie zu diesem Zeitpunkt nicht krank genug waren, um im Krankenhaus behandelt zu werden.

Es gibt noch keine offizielle Definition für diese Erkrankung, und die Schätzungen darüber, wie häufig sie ist, variieren.

Die Ärzte sind sich jedoch darüber im Klaren, dass sie eine breite Palette von Langzeitsymptomen verursachen kann, darunter Müdigkeit, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Hirnnebel und Kurzatmigkeit, die bei anderen Viren nicht in demselben Ausmaß auftreten.

Eine vom University College London geleitete Studie, die mit den neuen Geldern finanziert wird, wird untersuchen, ob alltägliche Medikamente wie Aspirin und Antihistaminika den Betroffenen bei der Genesung helfen können.

Sie wird mehr als 4.500 Menschen mit langem Covid rekrutieren, die über einen Zeitraum von drei Monaten beobachtet werden.

Eine weitere Studie wird das weit verbreitete, lang anhaltende Problem des Gehirnnebels untersuchen, von dem viele Menschen sagen, dass es ihre täglichen Aktivitäten und ihre Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt.

Anhand detaillierter Gehirnscans der Betroffenen hoffen die Forscher, mehr über diese kognitive Beeinträchtigung zu erfahren und wie sie behandelt werden kann.

Und an der University of Oxford wird sich ein Forschungsteam auf die Ursachen der anhaltenden Atemnot konzentrieren – ein weiteres häufiges Leiden bei Menschen mit langem Covid.

Versteckte Lungenschäden

Mit einer neuen Technik sind Wissenschaftler in der Lage, Schäden an der Lunge zu erkennen, auch wenn sie auf Standard-Scans nicht sichtbar sind.

Prof. Fergus Gleeson, Studienleiter und Professor für Radiologie und beratender Radiologe an der University of Oxford, sagte, dass die neuen Scans die Bewegung von eingeatmetem Gas in und aus der Lunge verfolgen.

„Wir können sehen, ob die Atemwege in der Lunge geschädigt wurden oder die Bereiche, in denen Sauerstoff in den Blutkreislauf gelangt, was der Bereich zu sein scheint, der durch Covid-19 geschädigt wird“, sagte er.

An der Universität Glasgow wird außerdem untersucht, ob ein Gewichtsmanagement-Programm die Symptome von langem Covid bei übergewichtigen oder fettleibigen Menschen reduzieren kann.

An der Universität Cardiff werden Forscher untersuchen, ob eine überaktive oder gestörte Immunreaktion die Ursache für langes Covid sein könnte.

Gesundheitsminister Sajid Javid sagte, die neue Forschung sei „absolut notwendig, um Diagnose und Behandlung zu verbessern“ und würde das Leben derjenigen verändern, die mit den Langzeitsymptomen des Virus zu kämpfen haben.

Er sagte, es würde auf den 80 langen Covid-Bewertungszentren aufbauen, die in England geöffnet sind.

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