Coronavirus: Betrüger geben sich als WHO aus

Achtung: Coronavirus-Scams im Umlauf

Die Zahl der bestätigten Covid-19-Infektionen hat die 80.000 Marke überschritten, wie die Weltgesundheitsorganisation WHO mitteilt. Über 2.700 Personen starben bereits an dem neuen Coronavirus, der mittlerweile in 38 Ländern diagnostiziert wurde. Die Menschen sind zunehmend beunruhigt, über die Ausbreitung. Dieses Szenario macht sich offenbar eine Betrügerbande zunutze.

Auch wenn China mit Abstand am stärksten betroffen ist, breitet sich der Coronvirus Covid-19 auch in Europa immer stärker aus. Italien ist derzeit am schlimmsten betroffen. Dort wurden bereits 322 Infektionen und elf Todesfälle bestätigt. In Deutschland wurden 19 Infektionen gemeldet. Bürgerinnen und Bürger haben Angst – aber auch Gesundheitsfachleute zeigen sich zunehmend verunsichert. Ein Zustand, den auch Kriminelle ausnutzen, wie die WHO warnt.

Kriminelle geben sich als WHO aus

In einer aktuellen Warnmeldung, berichtet die WHO, dass sich zur Zeit Betrüger als Mitglieder der WHO ausgeben, um so an Geld oder sensible Informationen zu gelangen. „Wenn Sie von einer Person oder Organisation kontaktiert werden, die scheinbar von der WHO stammt, überprüfen Sie deren Authentizität, bevor Sie antworten“, warnt die Gesundheitsorganisation.

Das sollte Ihnen verdächtig vorkommen

Wie die Weltgesundheitsorganisation bekannt gibt, nutzen die Betrüger zahlreiche Wege, um Betroffene zu kontaktieren. Darunter E-Mails, Websites, Telefonanrufe, Textnachrichten und Faxe. Um sich von den Betrügern abzugrenzen, gibt die WHO bekannt, welche Aufforderungen sie niemals durchführen werden. Folgendes wird die WHO nicht tun oder verlangen:

  • Sie werden niemals aufgefordert, sich irgendwo einzuloggen, um sensible Informationen preiszugeben.
  • Die WHO versendet unaufgefordert keine E-Mail-Anhänge.
  • Es wird niemals darum gebeten, einen Link außerhalb der Webseite „www.who.int“ zu öffnen.
  • Die WHO berechnet niemals Geld für Bewerbungen, Anmeldung zu Konferenzen oder für Hotelreservierungen.
  • Die WHO führt keine Lotterien durch, bietet keine Preise an und auch keine sonstigen Zuschüsse, Zertifikate oder Finanzierungen per Mail.
  • Auch in Notsituationen bittet die WHO nicht um direkte Spenden per Mail.

Gefälschte Nachrichten bei der WHO melden

Wer sich nicht sicher ist, ob ein Betrug vorliegt, sollte nicht auf den Kontaktierungsversuch reagieren, sondern sich direkt an die WHO wenden. Hierzu sollten natürlich nicht die Kontaktdaten aus der zweifelhaften Mail, dem Fax, dem Anruf etc. verwendet werden. Die WHO hat auf der Webseite der Organisation eine Möglichkeit zur Meldung bereitgestellt.

Coronavirus-Phishing im Umlauf

Die WHO berichtet auch über eine bösartige Pishing-Mail, die vermeintlich von der WHO stammt. Darin werden Betroffene dazu aufgefordert, wegen einem Coronavirus-Notfall vertrauliche Informationen preiszugeben oder einen gefährlichen Anhang zu öffnen. Auf diese Weise können Kriminelle Schadsoftware auf dem Computer installieren, von dem aus der Anhang geöffnet wurde, um so an sensible Daten wie Passwörter, Bankdaten oder ähnliches zu gelangen.

Die WHO weist darauf hin, dass alle Mailadressen von der WHO mit @who.int enden. Ähnliche Absender wie beispielsweise @who.com, @who.org oder @who-safety.org stammen nicht von der WHO.

Linkstruktur überprüfen

Ähnliches gilt auch für die Linkstruktur. Diese sollte vor dem Besuch überprüft werden. Links der WHO beginnen immer mit https://www.who.int. Am besten geben Sie die Adresse selber in den Browser ein, anstatt einen Link zu benutzen, so die Empfehlung der WHO.

Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen

„Cyberkriminelle nutzen Notfälle wie Covid-19 aus, um Menschen dazu zu bringen, schnell Entscheidungen zu treffen“, betont die WHO. „Überstürzen Sie nichts und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.“ Es gibt seitens der WHO keine Begründung, von irgendjemanden sensible Daten einzufordern. „Wenn Sie glauben, dass Sie Cyberkriminellen Daten wie Ihren Benutzernamen oder Ihre Passwörter gegeben haben, ändern Sie sofort Ihre Zugangsdaten auf jeder Website, auf der Sie sie benutzt haben“, rät die WHO. (vb)

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Autor:
Diplom-Redakteur (FH) Volker Blasek

Quellen:
  • Weltgesundheitsorganisation WHO: Beware of criminals pretending to be WHO (Abruf: 26.02.2020), who.int
  • Novel coronavirus (COVID-19) situation as of 26 February 2020, 06:00 (CET), who.maps.arcgis.com

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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